Freitag, 12. April 2019

Gnoccis mit Whiskytomatensoße und Garnelen

Gnoccis selbstgemacht
Gnoccis selbst herzustellen ist einfacher, als ich dachte. Aber ich hatte schon ein bisschen Respekt, als ich mit der Gnocciproduktion begann. Es blieb mir leider nichts anderes übrig. Ich bekam dieses Rezept von einer Freundin und ich hatte so Bock drauf. Alle Zutaten hatte ich daheim. Aber keine Gnoccis aus dem Kühlregal, die ich sonst so gerne verwende. Natürlich die Guten, die schmecken, wie selbstgemacht. So wurde ich praktisch zu meinem Glück gezwungen. Das Gnocci-Rezept ist noch ausbaufähig und zwar insofern, dass ich den Teig nicht mehr in der Küchenmaschine herstelle, sondern von Hand knete. In der Maschine wird's nur zäh und kleberig. In etwa so, wenn man mit dem Zauberstab einen Kartoffelpüree herstellen will. Also, ich sag's gleich, auch das wird nix. Die rotierenden Klingen zerstören die Stärkemoleküle, sodass sich die austretende Stärke mit der in den Kartoffeln befindlichen Flüssigkeit vermischt. Ergebnis: Kleister. Freundlich ausgedrückt: Eine kleberige Masse. So ähnlich erging es mir mit dem Gnocci-Teig. Wahrscheinlich waren die Kartoffeln nicht richtig ausgedämpft. Daher: Zum einen Hände weg von der Maschine. Zum anderen die Kartoffeln für den Gnocci-Teig gut ausdämpfen lassen. Tipp: bei 50 Grad im Backofen. Das habe ich noch nicht ausprobiert, werde es aber nächstes Mal tun. Die gut ausgedämpften Kartoffeln werden dann von Hand weiter verarbeitet. Was im übrigen ganz schön Laune macht. Ihr merkt dabei auch ganz genau, ob ihr noch Mehl hinzufügen müsst oder ob der Teig schon gut ist. Ein Händchen für etwas haben, daher kommt das also. Ich nutze meine Küchenmaschinen wirklich alle sehr gerne. Für jeglichen Schnickschnack in der Küche bin ich zu haben. Aber es muss auch Sinn machen. Von daher: Gnocci-Teig bitte von Hand kneten. Wie genau, das erfahrt ihr jetzt.

Gnoccis mit brauner Butter und Parmesan

Gnoccis selbst gemacht mit Nussbutter
Gnoccis, selbst gemacht, mit brauner Butter und Parmesankäse. Im Moment könnte ich Gnoccis jeden Tag essen. Vor allen Dingen seit ich weiß, wie einfach sie zuzubereiten sind. Klar, es ist eine kleine Sauerei. Aber meine Küche ist auch schon versaut,wenn ich mir nur ein Butterbrot zubereite. Ich habe keine Ahnung, wie andere das machen. Die Küche immer blitzeblank, kein Krümelchen nirgendwo, noch nicht einmal, wenn gekocht wird. Von Fettspritzern ganz zu schweigen. Die Fettspritzer verteilen sich in meiner Küche immer sehr großzügig. Ich frage mich manchmal: Wie, in Dreiteufelsnamen, kommen die da hin? Kapier ich nicht. Aber wie man Gnoccis selbst macht, dass habe ich mittlerweile drauf. Ist nämlich wirklich babyeinfach. Okay, der Griff zu den Gnoccis im Kühlregal ist sehr verlockend. Ich werde auch zukünftig darauf zurückgreifen, je nachdem, wie viel Zeit und Lust ich habe. Wer sich bis jetzt noch nicht zugetraut hat, die Gnoccis selbst zu machen, dem kann ich nur sagen: Macht das. Ihr werdet es nicht bereuen. Sollte euch die Form meiner Gnoccis seltsam vorkommen, sie erinnern nämlich leicht an Kieselsteine, dem sei gesagt: Das für die Gnoccis  typische Rillenmuster habe ich mir erspart. Ich bin kein Freund von so filigranen Sachen. Mir fehlt schlichtweg die Geduld. Da bin ich so richtig typisch Widder. Wenn ich mal viel Zeit und vor allen Dingen Muße habe, werde ich mit der Gabel das Muster fabrizieren. Bis dahin muss es erst mal so gehen. Schließlich sind sie mit einem Happs im Mund und da merkt man von den Rillen nix. Allerdings haftet Soße gut an den Rillen. Im nachfolgenden jetzt das Rezept, versehen mit Fotos mit hilfreichen Zubereitungsschritten.

Dienstag, 2. April 2019

Butterchicken


Butterchicken wie in Indien
Butterchicken. Und die Geschichte von einer die auszog, ihre Liebe in Indien zu finden. Ich hab's geschafft. Ich war mal in Indien. Um meine große Liebe zu finden, musste ich allerdings nicht so weit reisen. Das waren nur 500 Meter. Die Reise nach Indien haben wir dann gemeinsam unternommen. Erstmal die typische Touri-Rundreise mit all den Sehenswürdigkeiten, die man sich in Indien nicht entgehen lassen sollte. Danach eine Woche Badeurlaub auf Goa. Hippie-Hippie-Yeah. Mein Objekt der Begierde in Indien war das Taj-Mahal und der Palast der Winde. Abgesehen davon, überhaupt einmal nach Indien zu reisen. Aus Liebe zu meiner Oma, die ihre erste große Liebe an das Land Indien verlor. Gott, wie schmalzig das klingt. Aber es war so. Ihr Vater fand keine Arbeit in Deutschland, so in den Anfängen der 20-er Jahre. Also zog er aus, um Arbeit zu finden, gutes Geld zu verdienen und so seine Familie finanziell zu unterstützen. "Nimm mich mich, nimm mich mit", bettelte meine Oma. "Kind," sagte ihr Vater, "was willst du mitkommen? Du bist zu jung. Du bist 17 Jahre alt. Was willst du da machen?". "Ich werde arbeiten", versprach meine Oma, "ich werde ganz bestimmt etwas finden. In einem vornehmen Haushalt. Da werde ich helfen. Nimm mich mit, nimm mich mit". Sie hat so lange geweint, bis mein Urgroßvater es ihr erlaubte und sie ging also mit. Er fand Arbeit. Sie auch, in einem vornehmen Haushalt als Haushaltshilfe. So, wie sie es sich vorgenommen hatten. Natürlich verliebte sich der Herr des Hauses in seine "Lizzy". Aber sie verliebte sich nicht in ihn. Was eine andere Geschichte wäre. Mein Urgroßvater hat in den Niederlanden ein paar Jahre gearbeitet. Meine Oma wohnte in Haarlem, außerhalb von Amsterdam. Ich nehme an, dass sie zusammen wohnten. Genau weiß ich es nicht. Ich weiß auch nicht, was mein Urgroßvater dort gearbeitet hat. Ich habe nicht danach gefragt. Mich interessierten andere Dinge. Nämlich die Geschichte ihrer ersten richtigen großen Liebe. Die einzige, die wahre. Sie hatte Tränen in den Augen, als sie mir davon berichtete. Er war Pastor. Eines Abends ging er mit ihr essen. Um etwas wichtiges mit ihr zu besprechen. Ihr Herz schlug ihr an dem Abend bis zum Halse. Sie bekam kaum einen Bissen 'runter. Was er wohl so wichtiges von ihr wollte? Es konnte ja wohl nur ein Heiratsantrag sein. Chinesisches Essen, das liebte sie so sehr und so waren sie also beim Chinesen. Er fand das völligst abgefahren, mit "einer Deutschen" in Amsterdam in einem chinesischen Restaurant zu Abend zu essen. Das, so sagte er meiner Oma, würde er nie vergessen, wenn er dort wäre, wo er hin muss. Hin muss? "Ja," sagte er ihr, "morgen bin ich nicht mehr da. Morgen geht mein Schiff nach Indien". Zack. Kinnlade fiel runter. Und er ging. Um in Indien den christlichen Glauben zu verbreiten. Meine Oma versuchte oft, ihm nachzureisen und auf einem der Schiffe anzuheuern, die im Hafen lagen, bereit zur Abfahrt gen Indien. Die zahnlosen Matrosen lachten sich jedesmal kaputt, wenn sie ankam und darum bettelte, mitgenommen zu werden. Wie damals bei ihrem Vater bettelte sie:"Nehmt mich mit. Nehmt mich mit." Dabei kullerten die Tränen. Hat nichts genutzt. Ihr Vater ließ sich damals natürlich erweichen. Nicht so die Matrosen. "Mädchen", sagten sie, "du bist noch viel zu jung. Komm wieder, wenn du 30 bist", lachten sie und hauten sich vor Lachen auf den Schenkel. Meine Oma präsentierte ihren Pass:"Ich BIN 30." Sie haben sie trotzdem nicht mitgenommen. Somit zog es sie dann wieder nach Deutschland. Dort lernte sie ziemlich schnell meinen Opa kennen und ziemlich schnell wurde sie schwanger. So einiges erklärt sich mir, im Nachhinein. Verletzte, kleine, traurige von Liebeskummer geplagte Seele und mein gut aussehender charmanter Großvater kreuzte ihren Weg. Klar, hat er sie schnell rumgekriegt. Es kommt immer alles, wie es kommen muss, sonst säße ich heute nicht hier und würde diese nette Geschichte erzählen. Ich habe noch viele nette Geschichten. Wie sehr wünschte ich mir, ich hätte meiner Oma noch mehr Gehör geschenkt und ich wünschte, ich könnte sie heute noch sprechen. Na, ja, natürlich spreche ich noch oft mit meiner Oma. Das Gespräch ist allerdings sehr einseitig. Ich bin jedoch sicher, sie hört mich. Das ist alles, was zählt. Jedenfalls, um wieder den Schwenk nach Indien zu bekommen: Omi, ich war da. Wie viele Portionen Butterchicken ich dort verdrückt habe, so viele Finger haben meine Hände nicht. Hierzulande habe ich nie wieder diesen tollen Geschmack erleben dürfen, trotz vieler ausprobierter Rezepte und sogar Fertigmischungen für Butter-Chicken aus dem Asia-Laden. Dann entdeckte ich im Netz dieses tolle Rezept.  DAS ist es. Ich habe den Geschmack sofort wiedererkannt. Es schmeckte wie im Urlaub.

Hundertpro - und nicht nur ziemlich ähnlich, fast genau so oder nah dran. Nein: 100 % Butterchicken-Geschmack, wie ich ihn in Indien kennengelernt habe. Halleluja, dass ich das doch noch mal so hinkriegen würde, ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben. Zum Rezept ....

Montag, 25. März 2019

Erbsensuppe, wenn viele großen Hunger haben

Erbsensuppe, wenn viele großen Hunger haben. Oder nur für 2 Personen, die auch großen Hunger haben und sehr gute Esser sind. Zubereitet wird diese Suppe mit dem Thermomix TM 31.
Für unseren kleinen 2-Personen-Haushalt reicht die Erbsensuppe XXL auf jeden Fall für 2 Tage Jeden Tag von diesen 2 Tagen, langen wir ordentlich zu. Hau rein, schmeckt fein, hat meine Oma immer gesagt. Wir fassten uns am Tisch alle an den Händen: Hau rein, schmeckt fein und guten Appetit. Eine lange Zeit sagte ich immer: Guten Appen-tit. Man versuchte mir beizubringen, dass es nicht Appen-tit heißt, sondern Appe-tit. Ich weiß gar nicht, was die von mir wollten. Für mich hörte sich das gleich an.

Manchmal gelingt mir die Erbsensuppe besonders gut. Obwohl ich ganz genau nach Rezept vorgehe, damit es auf jeden Fall genau so gut schmeckt, wie beim letzten Mal. Und? Pustekuchen. Ich kann es mir nicht erklären, warum das so ist. Ich achte sogar auf die gleichen Produkte. Eine kleine Falle bei diesem Rezept sind die Kartoffeln. Ich hatte sie mal zu klein geschnitten und die Suppe war dann eine dicke Pampe. Die Kartoffeln können also ruhig etwas dicker sein, sie werden trotzdem weich. Ein Teil der Kartoffeln verbindet sich mit der Flüssigkeit und macht die Suppe sämig. Ein Teil von der Kartoffel bleibt stückig. Das mag ich gerne. Das ich, trotz Suppe, noch etwas habe, worauf ich 'rumbeißen kann. Neben der Mettwurst natürlich, die als Beilage in die Suppe kommt. So, ihr Leckermäulchen und Suppe-Gerne-Esser, hier das Rezept, welches aus dem TM Rezeptportal stammt, ich aber auf meine Bedürfnisse und nach meinem Geschmack umgeschrieben habe.